Die Bestandsaufnahme – auch als Mapping-Bericht bezeichnet – zeigt, dass die Finanzkompetenz in Deutschland im internationalen Vergleich gemessen am Durchschnitt der Gesamtbevölkerung zwar gut ist, aber es deutliche Lücken in bestimmten Gruppen und zu bestimmten Themen gibt. Außerdem werden punktuelle Verbesserungsmöglichkeiten im Finanzbildungsangebot in Deutschland aufgezeigt. Die OECD betont daher die Notwendigkeit einer nationalen Strategie.
In ihrem Vorschlag für eine Finanzbildungsstrategie empfiehlt die OECD, die finanzielle Bildung vor allem in folgenden fünf Themenbereichen zu stärken:
- Langfristiges Sparen und Altersvorsorge
- Teilnahme am Finanz- und Kapitalmarkt
- Haushaltsplanung, Verhinderung von Überschuldung und verantwortungsvoller Umgang mit Krediten
- Stärkung der digitalen Finanzkompetenz
- Umsetzung von Nachhaltigkeitspräferenzen (Sustainable Finance)
In diesen Bereichen empfiehlt die OECD konkrete Maßnahmen zur Stärkung der finanziellen Bildung, die sowohl auf die Schärfung des Bewusstseins für die Bedeutung finanzieller Bildung in der Bevölkerung als auch auf die Schaffung guter, adressatengerechter Bildungsmaterialien abzielen.
Die von der OECD empfohlenen Maßnahmen richten sich sowohl an den Bund als auch an die Länder. In Umsetzung der an den Bund gerichteten Vorschläge hat das BMF einen Referentenentwurf für eine Finanzbildungsstrategie veröffentlicht.
Für mehr Informationen finden Sie hier:
- Bestandsaufnahme der OECD „Finanzbildung in Deutschland – Finanzielle Resilienz und finanzielles Wohlergehen verbessern“
- Vorschlag für eine nationale Finanzbildungsstrategie „Finanzkompetenz in Deutschland stärken“
- Referentenentwurf für eine Finanzbildungsstrategie des Bundes