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13.05.2024

OECD-Bestandaufnahme zur Finanzbildung in Deutschland

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Stand der Finanzbildung in Deutschland analysiert.

Links: Text "OECD Mapping-Bericht"; rechts: Text "Finanzielle Bildung"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Die Bestandsaufnahme – auch als Mapping-Bericht bezeichnet – zeigt, dass die Finanzkompetenz in Deutschland im internationalen Vergleich gemessen am Durchschnitt der Gesamtbevölkerung zwar gut ist, aber es deutliche Lücken in bestimmten Gruppen und zu bestimmten Themen gibt. Außerdem werden punktuelle Verbesserungsmöglichkeiten im Finanzbildungsangebot in Deutschland aufgezeigt. Die OECD betont daher die Notwendigkeit einer nationalen Strategie und leitet Empfehlungen ab, die in der nationalen Finanzbildungsstrategie bedacht werden sollten.

Zum Beispiel empfiehlt die OECD, Schwerpunkte bei Themen von besonderer Relevanz zu setzen. Das bedeutet, dass insbesondere die Themen, bei denen besondere Finanzbildungslücken bestehen, in den Fokus zu rücken sind. Außerdem legt die OECD eine zielgenaue Ansprache von Finanzbildungsangeboten nahe, die zum Beispiel den Ausbau von Finanzbildungsangeboten für Frauen und Selbstständige als auch eine bessere Koordinierung von Finanzbildungsangeboten beinhaltet. Es gilt zudem die Methodik der Finanzbildungsinitiativen in Bezug auf die Verwendung aktueller Forschungsergebnisse und Datenerhebungen sowie ordentlicher Wirkungsanalysen zu verbessern.

Bedeutung der OECD-Bestandsaufnahme für die weiteren Arbeiten des BMF und BMBF

Durch die Empfehlungen gibt die Bestandsaufnahme der OECD Anhaltspunkte für die nationale Finanzbildungsstrategie, die wir gemeinsam mit der OECD erarbeiten. Gleichzeitig entsprechen die Empfehlungen auch den bereits bislang im Rahmen der Initiative Finanzielle Bildung von BMF und BMBF zusätzlich umgesetzten Meilensteinen und werden bei deren Weiterentwicklung berücksichtigt. Dies gilt zum Beispiel für die erste Version der Finanzbildungsplattform (www.mitgeldundverstand.de), die zielgruppengerecht öffentliche Finanzbildungsangebote bündelt, als auch die Stärkung der Forschung durch eine entsprechende Forschungsförderrichtlinie.

Die Ausarbeitung der nationalen Finanzbildungsstrategie wird sich an den empirisch fundierten OECD-Empfehlungen orientieren. Um eine breite Tragfähigkeit der Finanzbildungsstrategie sicherzustellen, werden jedoch auch die relevanten Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der Finanzbildung erneut in die Ausarbeitung der konkreten Strategie eingebunden werden, bevor im Herbst 2024 die nationale Finanzbildungsstrategie veröffentlicht werden kann. Die Strategie wird dann einen Plan für die nächsten Jahre vorgeben, mit dem die Finanzbildung in Deutschland langfristig gestärkt und die finanzielle Resilienz sowie das finanzielle Wohlergehen der breiten Bevölkerung verbessert werden soll.

Für mehr Informationen laden Sie sich hier die vollständige Bestandsaufnahme der OECD „Finanzbildung in Deutschland – Finanzielle Resilienz und finanzielles Wohlergehen verbessern“ herunter: